Wiese voller blühender Orchideen


Zur Freude aller Owschlager trägt die Orchideenwiese am Heideteich zu Recht ihren Namen. Jedes Jahr blüht dort im Mai in großen Beständen das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata).

Um zu verhindern, daß die Orchideen durch konkurrenzstärkere Pflanzen oder durch Biß und Vertritt der Weidetiere verdrängt werden, hat der BUND seit 1973 die ca. 2,5 Hektar große Kleinseggenwiese gepachtet und versucht durch Abmähen und Abtransport des Mähgutes den Orchideenbestand zu vergrößern.

Die beiden Zählungen von 1986 und 1994 mit einer Erhöhung des Orchideenbestandes von 4500 auf 7030 zeigen, daß diese Pflegemaßnahmen der richtige Weg war, um diese und andere seltene Pflanzen wie die Sumpfschafgarbe (Achillea ptarmica), die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und verschiedene Seggenarten zu erhalten und sogar wieder zu vermehren.

Leider muß der BUND feststellen, daß in den letzten beiden Jahren der Wasserspiegel in diesem Gebiet stark abgesenkt wurde. Das bedeutet nicht nur eine Gefahr für die direkt am Wasser brütenden Vögel, sondern hat bewirkt, daß der Bestand der Orchideen drastisch zurückgegangen ist. Auch die Ausweisung dieser Wiese als Naturdenkmal durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde konnte dies nicht verhindern. Dabei sind nicht nur die Pflanzen von diesen Veränderungen betroffen, sondern auch viele seltene Tiere, die auf der Kleinseggenwiese ihr Zuhause haben wie Moor- und Grasfrosch, die Rohrweihe und Rohrdommel sowie der Haubentaucher und die Bekassine und manchmal auch der Eisvogel. Der BUND hofft, daß das Absenken des Wasserspiegels in naher Zukunft beseitigt wird und sich die Orchideen und ihre Freunde wieder stärker vermehren können.