Hipparchia semele - Ockerbindiger Samtfalter, Rostbinde

Gefährdungsstatus S-H: zurückgehend, Arten der Vorwarnliste
Gefährdungsstatus BRD: gefährdet

Die Flugzeit der Falter dauert von Juni bis September. Die Rostbinde lebt im offenen Bereich auf kalkreichen Mager- und Trockenrasen mit lückiger Vegetation, aber auch an gebüschrei-chen, warmen Trockenhängen (Wacholderheiden) oder in Steinbrüchen und anderen warmen Felsstandorten. Ein wichtiges Element im Lebensraum der Falter sind vegetationsfreie Erd- und Felsstellen. Hier sitzen sie - gut getarnt - am Boden, um sich mit nach oben zusammengeklappten und schräg zur Sonne geneigten Flügeln zu sonnen. Wohl deshalb waren sie auch auf den frisch geplaggten und daher lückenhaften Flächen der Binnendünen besonders häufig zu beobachten. Sie sind wie die meisten großen Augenfalter sehr scheu. In den letzten Jahren sind die Bestände dieses Falters stark zurückgegangen, und er ist mancherorts zur Seltenheit geworden. Die Raupe der Rostbinde besteht aus verschiedenen Gräsern, vor allem die Aufrechte Trespe und der Schaf-Schwingel, an denen sie in der Abenddämmerung zum Fressen emporsteigt und erst mit Beginn des nächtlichen Taufalls den Fraß wieder einstellt.